„Chips Act 2.0“ der EU-Kommission

Mit dem neuen Chips Act 2.0 will die Europäische Kommission Europas Halbleiterindustrie weiter stärken, um Abhängigkeiten von Drittstaaten zu reduzieren, Investitionen anzukurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit der EU im globalen Technologiewettlauf abzusichern.

Ohne Mikrochips läuft kaum noch etwas. Sie stecken in Haushaltsgeräten, Smartphones, Autos, Windrädern, Industrieanlagen oder in Rechenzentren für KI. Auch die heutige Landwirtschaft, Medizintechnik oder Verteidigungssysteme sind längst auf leistungsstarke Halbleiter angewiesen. Darum zählen heute Chips zu den strategisch wichtigsten Technologien weltweit.

Spätestens die Pandemie machte sichtbar, wie verletzlich globale Lieferketten sind. Produktionsstopps in Asien führten europaweit zu Engpässen – insbesondere in der Automobilindustrie. Fahrzeuge konnten vielfach nicht ausgeliefert werden, weil einzelne Halbleiter fehlten. Der weltweite Halbleitermarkt wächst derzeit rasant, vor allem durch den Boom rund um Künstliche Intelligenz. Bis zum Jahr 2030 soll der globale Markt laut EU-Kommission ein Volumen von rund 1,37 Billionen Euro erreichen und rund 70 Prozent dieses Wachstums hängen mit KI-Anwendungen zusammen. Leistungsfähige Chips sind also die Grundlage für moderne KI-Systeme, Cloud-Dienste, autonome Fahrzeuge oder industrielle Robotik.

In Europa ist folglich einer der Schwerpunkte die regionale Standortpolitik und die EU-Kommission will gezielt Regionen fördern, die sich als Halbleiterstandorte positionieren.

 

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