Trotz globaler Krisen zeigt die jüngste Eurobarometer-Umfrage, dass die Menschen einen optimistischen Blick in die Zukunft werfen. Die europäischen Bürger wollen eine starke und präsente EU, welche sowohl sicherheitsrelevante, wirtschaftliche und digitale Herausforderungen aktiv angeht. Vor allem junge Menschen setzen auf ein ambitionierte und geeinte EU, die ihre Interessen weltweit effektiv verteidigen kann.
Für die aktuelle Eurobarometer-Herbstumfrage wurden im November 2025 insgesamt 26.453 Bürger in allen 27 EU-Mitgliedstaaten befragt. Ziel der Erhebung war es, ein repräsentatives Stimmungsbild zur politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage der EU zu gewinnen und zu erfassen, welche Erwartungen die Menschen an die europäische Politik richten.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Fragen der Sicherheit und der wirtschaftlichen Stabilität für viele Menschen derzeit im Mittelpunkt stehen.
Auch Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Stärke spielen für viele eine zentrale Rolle, ebenso wie die Energieunabhängigkeit, die vor allem im Zusammenhang mit Versorgungssicherheit und Preisstabilität an Bedeutung gewonnen hat.
Auch bei den globalen Bedrohungen ist das Sicherheitsbedürfnis deutlich spürbar. Besonders groß ist die Sorge vor bewaffneten Konflikten in der Nähe der EU-Grenzen, die von 72 Prozent der Befragten als ernsthafte Gefahr wahrgenommen werden.
Trotz der anhaltenden Krisen und Unsicherheiten bleibt die Unterstützung für die EU insgesamt stabil. 62 Prozent der Befragten bewerten die Mitgliedschaft ihres Landes in der EU weiterhin als eine gute Sache. Besonders deutlich ist der Wunsch nach Zusammenhalt.
Ein besonders markantes Ergebnis der Umfrage ist der vergleichsweise hohe Optimismus der jungen Generation im Alter zwischen 15 und 30 Jahren. Während die Gesamtbevölkerung die Zukunft der Welt mehrheitlich eher pessimistisch einschätzt, blickt die Jugend deutlich zuversichtlicher auf die Zukunft der EU und teilweise auch auf die globale Entwicklung.
