Aktuelle Eurobarometer Umfrage zu ausländischen Arbeitskräften

Der Fachkräftemangel spitzt sich zu: Laut Eurobarometer finden 46% der KMU (kleinen und mittleren Unternehmen) keine passenden Mitarbeiter. Bürokratische Hürden bremsen die nötige Rekrutierung aus Drittstaaten jedoch stark aus. Für Österreichs Wirtschaft ist diese Entwicklung aufgrund des akuten Mangels in Schlüsselbranchen wie Pflege und Handwerk von besonderer Relevanz. Brüssel plant nun Erleichterungen, um Prozesse zu beschleunigen und bürokratische Barrieren abzubauen.

Als Haupthindernis nennen 31% der befragten Betriebe die hohe Komplexität der Verwaltungs- und Einwanderungsverfahren. Danach folgen die schwierige Suche nach geeigneten Profilen sowie sprachliche Barrieren.

Der heimische Arbeitsmarkt leidet strukturell unter einer alternden Bevölkerung und einem historisch hohen Mangel an qualifiziertem Personal in Schlüsselbranchen wie dem Tourismus, dem Handwerk und der Pflege. Da der Bedarf rein aus dem Inland und dem EU-Ausland kaum noch gedeckt werden kann, ist die österreichische Wirtschaft massiv auf Zuzug aus Drittstaaten angewiesen. Die von den Unternehmen kritisierte bürokratische Hürde deckt sich mit den langjährigen Erfahrungen heimischer Betriebe bei der Beantragung der Rot-Weiß-Rot-Karte.